Rundschreiben

Rundschreiben 150

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Rundschreiben Nr. 150.
Betreff:
Werbung für „Zündapp“-Motorräder. NÜRNBERG, 15. Mai 1928.
JL/ie auf ihrem Gebiet führende französische Fachzeitschrift „L’Auto“ vom 7. Oktober 1927 enthält aus der Feder eines angesehenen französischen Fachschriftstellers einen Mahnruf, in dem es u. a. heißt:
„Heute morgen, als ich vom Salon zurückkam, ging ich zu Fuß nach der rue Royale. Vor dem Automobilklub von Frankreich standen zahlreiche Fahrzeuge. Unter ihnen waren 11 ausländische Fahrzeuge. Ich habe die Namen ihrer Eigentümer festgestellt: ich sollte sie veröffentlichen, wie man die Namen von Verrätern an den Pranger stellt. Der Automobilklub von Frankreich, der weiß, der unmöglich nicht wissen kann, daß es in Frankreich all die bedeutenden Konstrukteure, die ich genannt habe …. der Automobilklub von Frankreich …. An einem Morgen elf ausländische Fahrzeuge, die seinen Mitgliedern gehören. Aber das allein richtet uns!—“
Auch in England und Italien ist die Einstellung des Publikums insofern ganz ähnlich, als auch in diesen beiden Ländern die nationalen Erzeugnisse überall vorgezogen werden.
Wenn der Deutsche auch leider noch nicht die gleiche nationale Einstellung aufzubringen vermag, so sollte doch immer wieder darauf hingewiesen werden, daß unnötige Käufe aus dem Auslande das deutsche Wirtschaftsleben ungünstig beeinflussen.
Im Sinne dieser Anregung und des schon vom R. D. A. geprägten Appells:
„Deutsche! Kauft deutsche Kraftfahrzeuge!“
lautet heute unsere Mahnung an Sie und vor allem auch an Ihre Interessenten:
„Deutsche! Kauft das rein deutsche Zündapp-Motorrad“,
denn es ist unerreicht in Bezug sowohl auf Ausführung als auch auf Stärke und hat dies bekanntlich bei unzähligen Wettbewerben über viele Tausende Kilometer schlechtester Straßen vielfach bewiesen.
Verweisen Sie Ihre Interessenten insbesondere immer wieder auf unsere jüngsten überragenden Erfolge bei der ADAC-Fünf-Länderfahrt 1928, die ja noch in aller Munde sind.
Nicht jeder Interessent kann auch Käufer werden. Sie können aber viele Interessenten doch zum Kaufe eines „Zündapp“-Motorrades leichter bewegen, wenn Sie eine Vorführungsmaschine besitzen, mittels der Sie Ihre Interessenten zu einer unverbindlichen Probefahrt einladen und die
Vorzüge der Maschine erklären können. Jeder Interessent wird sich selbst dann, wenn er nicht gleich gewonnen werden kann, Ihre Erklärungen immer wieder ins Gedächtnis zurückrufen und über die Vorzüge unserer Maschine schließlich nicht hinweg können. Diese Vorzüge sind im wesentlichen:
robuste, unverwüstliche Bauart bei zweckmäßiger und doch schöner Linienführung – stärkste Abmessungen bei sämtlichen Teilen – verstellbare Lenkung – Zugfedersattel – Ballonreifen 26 X 2,85“ – Trennung von Benzin und Öl – Schmierung aller beweglichen Motorenteile automatisch durch Ölpumpe – neue Motorausführung mit besonderer Lagerung der Pleuelstange – Hochspan- nungs-Zündmagnet, Fabrikat „Bosch“ oder „Noris“ und vieles andere, was in unseren Werbeschriften ausführlich behandelt ist.
Ihre Verkaufsbemühungen gerade in der jetzigen Zeit der stärksten Nachfrage werden nicht ohne Erfolg bleiben, denn Sie können den Kunden noch sofortige bezw. kurzfristige Lieferung Zusagen, weil unsere Erzeugung sehr groß ist, während andere Fabriken nach unseren Informationen zur Zeit nicht kurzfristig liefern können.
Verbinden Sie also mit Ihrer Werbung den nationalen Gedanken und bevorzugen Sie
„Ziindapp“, das zuverlässige Einheitsmodell in unübertroffener Ausführung und Preisstellung RM. 860.— ab Werk.
Bei Ratenzahlung RM. 250.— Baranzahlung und 12 Monatsraten ä RM. 56.—.
Fordern Sie sofort die Ratenunterlagen an und sichern Sie sich durch umgehenden Abruf nicht nur Ihren Mai-, sondern auch Ihren Junibedarf.
Hochachtungsvoll
ZÜNDAPP Ges. m.b. H.
1 Kupferdruckprospekt

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