ZÜNDAPP
GES. FÜR DEN BAU VON SPECIALMASCHINEN M. B. H. NÜRNBERG
Rundschreiben Nr. 305
Nürnberg, den 30. September 1933.
An alle Zündapp-Händler!
Am Freitag, den 22. 9. 33, feierten alle Zündapp-Werksangehörigen das
Geschäftsleitung, Werkmeister, Arbeiter und Angestellte Werks- und Volksgemeinschaft
Als am Freitag, den 22. September 1933, die Fabriksirene der „Zündapp“ wie an allen Werktagen abends den Arbeitsschluß verkündete, das Zeichen gebend zu den letzten Vorbereitungen für die
Jubiläumsfeier anläßlich der Fertigstellung des lOOOOOsten Zündapp-Motorrades
gab es in unserer Belegschaft wohl kaum einen, der den Arbeitsrock diesmal nicht freudiger an den Nagel hängte und mit dem Festkleid vertauschte.
Das war keine Feier schlechthin, die einer frohbewegten Werksgemeinschaft Freude und Stolz auf die Gesichter malte, dieser Markstein in der Zündapp-Geschichte. Er ragt hinein in die Probleme des großen deutschen Aufbauwerks, ist ein Teil davon und fand daher am besten seine Ausdrucksform in dem Gelöbnis, das alle, die an diesem herrlichen Fest teilnehmen konnten, beseelte:
Der Einsatz der ganzen Kraft zur Erreichung dieses großen Zieles.
Der Geist der Zusammengehörigkeit, der insbesondere bei diesem Fest beredten Ausdruck fand, soll aber vor allem auch hinauswirken auf die Glieder der großen Zündapp-Gemeinde, die an diesem Fest nicht teilhaben konnten.
Deutsche Wertarbeit ist auf dem Wege, sich langsam aber stetig wieder Weltgeltung zu verschaffen. Spitzenerzeugnisse deutscher Industrie sind unsere Zündapp- Motorräder, deren Vertrieb in Ihre Hände gelegt ist.
Wir möchten Sie deshalb bitten, sich auch Ihrerseits überall mit verstärkter Kraft für unsere Marke einzusetzen; der Erfolg ist Ihnen und uns dann im Sinne dieser Gemeinschaftsarbeit sicher.
Hochachtungsvoll
Anlagen:
1 Pressenotiz zur Veröffentlichung in Ihrer Zeitung.
1 Schaufensterplakat (England-Sieg) zum Aushang in ihrem Verkaufsraum oder Schaufenster.
„Zündapp“
Ges. für den Bau von Specialmaschinen
m. b. H.