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| Type | Brochures |
|---|---|
| Year | |
| Model | DB200, DB250, DBK200, K500, K800, KK200, KK350, KS500 |
€5,00
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Die Antriebskraft richtig auf das Hinterrad zu übertragen, war eins der schwersten Probleme im Motorradbau. Der Motorrad-Konstrukteur ist im Platz beschränkt, er muß auf Fahrer und Beifahrer Rücksicht nehmen, muß betriebssicher und dem Auge wohlgefällig konstruieren. Vor allem aber macht ihm die Kraftquelle, der Explosionsmotor selbst, Sorgen. Die Arbeitsweise jedes Motors, ruckartig, ungleichförmig bei jeder Umdrehung, eignet sich schlecht für stoßfreien Antrieb. Es muß noch ein Zwischenglied eingeschaltet werden, entweder der Mechanismus der Kraftübertragung selbst, oder ein Teil desselben, das die Tausende von Kraftstößen pro Minute abfängt, schluckt, zu einem möglichst stetigen Kraftfluß umformt und ans Hinterrad weiterleitet.
Bis zum Jahre 1933 zeigte die technische Entwicklung in der Welt folgendes Bild: Die Kraftübertragung vom Motor zum Getriebe erfolgte meist durch Kette, vereinzelt durch Stirnzahnräder oder auch, wenn der Motor quer im Rahmen lag, durch direkte Wellenkupplung. Bei der Kraftübertragung vom Getriebe zum Hinterrad wurde die Kette fast ausschließlich verwendet, selten nur die rotierende Welle (Kardan). Es war also so, daß fast alle Motorräder wenigstens eine Kette zum Hinterradantrieb hatten, die meisten aber auch noch zum Antrieb des Getriebes. Demgegenüber gab es nur 3 oder 4 Marken, bei denen beide Ketten fehlten und nur einige tausend Motorräder liefen, bei denen auch an sonstiger Stelle keine Kette verwendet wurde, also auch nicht zum Antrieb einer Lichtmaschine oder der Nockenwelle. Das Gesamtbild wurde davon nicht berührt, es stand im Zeichen der Kette. Diese überwältigende Verbreitung der Kette hat gute Gründe.
Stets blieb die Herstellung von Ketten in Händen von Spezialfabriken, die nicht nur aus dem Motorradbau, sondern auch aus ungezählten anderen Anwendungsgebieten Erfahrungen sammeln. Abermillionen von Fahrrädern sind durch Ketten angetrieben, ebenso schwere Lastwagen und sonst alle möglichen Kraftanlagen und Werkzeugmaschinen. Wir sind heute im Kettenbau soweit, daß man der Kette ungeschützten Betrieb in Staub und Schmutz als Selbstverständlichkeit zumutet; beinahe alle Hinterradketten laufen ungeschützt. Zahnräder z. B. würden unter solchen Bedingungen rapid verschleißen, Ketten halten 20000 km und mehr. Ein schmutzfreies Oelbad — für die Zahnräder ganz selbstverständlich — ist für die Kette schon etwas Besonderes. Wohl verlängert es ihre Lebensdauer beinahe unbegrenzt, aber schließlich ist eine Kette mit wenig Umständen und Kosten zu ersetzen und so ist es vorwiegend bei der alten Methode—Kette zeitweilig abnehmen, säubern und ins Fettbad legen — geblieben. Die Kette ist eben anspruchslos und betriebssicher. Ihre Bauweise ist einfach, der Werkstoff edelster Stahl. Die Gebrechlichkeit, die man hinter den vielen kleinen Bestandteilen vermuten möchte, wird von der Praxis gründlich widerlegt.
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Diese Eigenschaften der Kette bedeuteten indes wenig, wäre sie nicht auch ein guter Stoßdämpfer. Das locker und frei zwischen den Kettenrädern hängende Kettenstück nimmt im Betrieb eine Berg- und Talform an, die Form einer flachen Welle, die von jedem Kraftstoß elastischgedehntwird. Die vielen Oelschichten in den einzelnen Gelenken ergeben zusammen einen vorzüglichen Stoßpuffer und Geräuschdämpfer. Der Erfolg des Zusammenwirkens dieser Umstände ist eine weiche, aufgelockerte Kraftübertragung ohne die inneren Vibrationen, die den Werkstoff hoch beanspruchen und dem Ohr als Singen und Heulen vernehmbar werden.
Nun wird man fragen, wie esfrotzdem möglich ist, daß der Kardanantrieb als das Modernste und Fortschrittlichste bezeichnet wird.
Die Antwort ist einfach:
Auch die geringe Wartung der Hinterradkette möchte man noch einsparen, möchte nicht mehr bei jeder Reifenpanne das Kettenschloß öffnen, nicht immer die Kettenflucht und -Spannung überwachen müssen. Diesen Wunsch erfüllt die Kardanwelle. Ein Oelbadkasten für die Hinterradkette wirkte plump und umständlich, die Kardanwelle ist von selbst schlank und zierlich. Außerdem kann der Kegelantrieb am Hinterrad, der bei einer Kardanwelle nötig ist, sehr ruhig laufend gebaut werden, ruhiger als Stirnräder.
Bei dieser Sachlage war es eigentlich nur noch eine Frage der Zeit, wann erstmals beide Antriebselemente, Kette und Kardan, nebeneinander in einer Kraftübertragung derart verwendet würden, daß die Vorteile beider voll zur Geltung kommen. Diese Kraftübertragung geschaffen zu haben, ist das Verdienst von Z ü n d a p p. Wie sieht der erfolgreiche Antrieb der Zündapp-Kardan-Maschinen aus?
Die Getriebehauptachse mit 4 festen Kettenrädern wird über eine Kupplung unmittelbar von der Motorwelle angetrieben. Ihr gegenüber liegt zur Seite eine zweite Welle mit vier losen Gegenrädern. Je zwei gegenüberliegende Kettenräder sind durch eine kurze kräftige Duplexkette miteinander verbunden; jedes Paar
ist anders abgestuft, so- daß sich also vier v«r- . schiedene Ueberset. ^ – gen ergeben. Die Mitnahme der seitlichen Welle erfolgt durch Klauenstücke, die in die Zahnräder eingrei- fen. Die Kettenräder selbst verschieben sich beim Schalten nicht. Die Seitenwelle treibt weiterhin die Kardanwelle an und diese wieder den spiralverzahnten Kegeltrieb am Hinterrad. Diese Bauart ist naturgemäß teuerer als eine kettenlose. Dafür kommen ihr aber alle Vorteile der Kette durch folgende Kon- sfruktionsmerkmale zugute:
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Das schmutzfreie Oelbad, in dem die Ketten laufen, setzt den Verschleiß und damit die Wartung fast auf Null herab.
Die Ketten sind als Duplex-Ketten so konstruiert, daß sich die Beanspruchung auf vier Laschen verteilt, anstatt auf zwei, wie bei der normalen Kette. Die Duplexgelenke sind breiter und durch die Unterteilung dem Schmieröl besser zugänglich.
Die Beanspruchung ist nur sehr gering, beim stärksten Motor (800 ccm) und im kleinen Gang nur etwa 200 kg. Dabei hält die Kette 2000 kg aus. Eine normale Hinterradkette müßte im gleichen Motorrad ein Vielfaches dieser Beanspruchung aushalten.
Die Kettengelenke sind immer gut mit Oel gefüllt, also gegen Stoß und Geräusch gepolstert. Beim Zahnrad wird die ganze Kraft zwischen zwei Zähnen über ein einziges Oelhäutchen übertragen. Beim Zündapp-Getriebe stehen rund 20 Zähne mit einer Kette in ständiger Verbindung, die einzelnen Oelhäutchen summieren sich zu einem Polster von 40facher Dicke.
Alle vier Ketten zusammen sind nicht länger als eine normale Hinterradkette. Die Hinterradkette wird stets in voller Länge beansprucht, im Zündapp-Getriebe dagegen treibt immer nur eine Kette; in jedem Gang eine andere. Da die Ketten so kurz sind, brauchen sie auch nicht nachgespannt zu werden. Sie werden nach längerer Benutzung höchstens noch eine Kleinigkeit lockerer als am Anfang und dadurch nur noch ruhiger.
Die Zündapp-Kardanwelle ist ein hochpolierter Rundstab aus Federstahl. Er kann sich unter sehr heftigen Stößen der Landstraße bis zu 15° Drehwinkel verdrehen, um dann wieder zurückzufedern. Das Kettengetriebe sitzt also zwischen der elastischen Welle zum Hinterrad und der Kupplung zum Motor, die bekanntlich bei übermäßigen Belastungen ebenfalls einen Ausgleich schafft.
DB 200:
DBK 200:
KK 200: DB 250:
KK 350: K 500:
KS 500:
K 800:
196 ccm Zweitakt – Dreistrom – Blockmotor, 3 x kugelgelagerte Kurbelwelle, Dreiganggetriebe, Tankschaltung, Rohrrahmen, Prefj- stahlvordergabel, 30/50 Watt Batterie-Zündlicht, Bosch-Scheinwerfer, elektr. Horn, Akkumulator, Drehgriffe, zerlegbare Auspufftöpfe, aufklappbares Hinterradschutzblech, Vorder- und Hinter- rad-Steckachse usw.
Desgleichen, mit im Scheinwerfer eingebauten, nachts beleuchteten Tachometer
196 ccm Zweitakt – Dreistrom – Biockmotor, 3 X kugelgelagerte Kurbelwelle, Dreiganggetriebe, Tankschaltung, Pre^stahlrahmen und -Vordergabel, 30/50 Watt Batterie-Zündlicht, Bosch-Scheinwerfer mit eingebautem Tachometer, elektr. Horn, Akkumulator, grolle Innenbackenbremsen, Drehgriffe, zerlegbare Auspufftöpfe, aufklappbares Hinterradschutzblech, Steckachse usw.
Desgleichen, mit 50/70 Watt Batterie-Zündlichtanlage
196 ccm Zweitakt-Dreistrom-Blockmotor, Viergang-Duplexketten- Getriebe, Kugelschaltung, Kardan-Antrieb, Pre^stahlrahmen und -Vordergabel, 50/70 Watt Batterie-Zündlicht, Bosch-Scheinwerfer mit eingebautem Tachometer, elektr. Horn, Akkumulator, grofje Innenbackenbremsen. Drehgriffe, auseinandernehmbare Auspufftöpfe, aufklappbares Hinterrad-Schutzblech, Steckachse usw.
247 ccm Zweitakt-Dreistrom-Blockmotor, 3 X kugelgelagerte Kurbelwelle, Dreiganggetriebe, Tankschaltung, Rohrrahmen, Prefj- stahlvordergabel, 50/70 Watt Batterie-Zündlicht, Bosch-Scheinwerfer mit eingebautem Tachometer, elektr. Horn, Akkumulator, grofje Innenbackenbremsen, Drehgriffe, zerlegbare Auspufftöpfe, aufklappbares Hinterradschutzblech, Vorder- und Hinterrad- Steckachse usw.
347 ccm Zweitakt-Dreistrom-Blockmotor, Viergang-Duplexketten- Getriebe, Kugelschaltung, Kardan-Antrieb, 50/70 Watt Batterie- Zündlicht, großer Scheinwerfer mit eingebautem Tachometer, elektr. Horn, Akkumulator, grofje Innenbackenbremsen, Steckachsen, Drehgriffe, aufklappbares Hinterrad-Schutzblech usw.
493 ccm Zweizylinder-Viertakt-Biockmotor, untengesteuert, Vier- gang – Duplexketten – Getriebe, Kugelschaltung, Kardan – Antrieb, 50/70 Watt Batterie-Zündlicht, großer Scheinwerfer mit eingebautem Zeiger-Tachometer, elektr. Horn, Akkumulator, extra grofje Innenbackenbremsen, Steckachsen, untereinander austauschbare Räder. Drehgriffe, aufklappbares Hinterrad-Schutzblech, Vorderradständer usw.
493 ccm Zweizylinder-Viertakt-Blockmotor, obengesteuert, 2 Vergaser, Viergang-Duplexketten-Getriebe, kombinierte Fufj- und Handschaltung, Kardan-Antrieb, 50/70 Watt Batterie-Zündlicht, großer Scheinwerfer mit eingebautem Zeiger-Tachometer, elektr. Horn, Akkumulator, extra grof5e Innenbackenbremsen, Steckachsen, untereinander austauschbare Räder. Drehgriffe, aufklappbares Hinterrad – Schutzblech, Vorderradständer usw.
797 ccm Vierzylinder-Viertakt-Blockmotor, untengesteuert, Viergang – Duplexketten – Getriebe, Kugelschaltung, Kardan – Antrieb, 60 Watt Batterie-Zündlicht, großer Scheinwerfer mit eingebautem Zeiger-Tachometer, elektr. Horn, Akkumulator, extra grof^e Innenbackenbremsen, Steckachsen, untereinander austauschbare Räder. Drehgriffe, aufklappbares Hinterrad-Schutzblech, Vorderradständer usw.
RM. 540.- RM. 570.-
RM. 666.-
RH. 695.- RM. 795.-
RM. 725.- RM. 910.- RM. 1195.-
RM.1350.-
rm.1495.-
| Type | Brochures |
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| Year | |
| Model | DB200, DB250, DBK200, K500, K800, KK200, KK350, KS500 |
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