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Kundendienst-Nachrichten
Betreff: Kardan-Montage bei Zündapp- Krafträdern K 500 und K 800.
Rundschreiben-Nr. 6 W vom 16. Aug. 1937.
DIENST
In dem Bestreben, Reparaturen an dem Kegelradtriebwerk den Werkstätten der Truppenteile zu erleichtern, geben wir Ihnen nachstehend verschiedene Anleitungen.
Wirverwenden in unserem Kegelradtriebwerk spiralverzahnte Räder. Es ist äußerst wichtig, daß die Einstellmaße, welche auf den Rädern eingeätzt sind, genauestens eingehalten werden.
Bei allen Arbeiten, die ein Öffnen des Kegelradtriebwerkes bedingen, ist es notwendig, die Einstellung zu kontrollieren.
Beim Zusammenbau ist besonders darauf zu achten, daß der Mitnehmer für die Kardanwelle nicht schlägt, da sonst die Dichtung ausgewalkt wird.
Bei starker Abnützung ist der Mitnehmer auszuwechseln.
Beim Einbau eines neuen Rädersatzes ist folgendes zu beachten:
1. Das Schaftritzel Nr. 2091 z 09 (151147) wird in das Flanschlagergehäuse 483 z 07 (130703 o) eingebaut (Bild 1 und 3).
2. Auf dem Ritzelkopf I ist ein Maß eingeätzt. Dieses Maß gibt die Entfernung A zwischen der planen Fläche am Ritzelkopf und der Tellerradmitte I a an und muß unbedingt und genauestens eingehalten werden. Dieser Abstand wird wie auf dem Bild 1 ersichtlich ist ermittelt.
3. Die Einstellung des Maßes geschieht durch Beilegen von Ausgleichscheiben 9781/0,1 – 0,3 mm bei Punkt a, oder von Ausgleichscheiben 1301 z 061 (130763 a) 0,2 mm, 1301 z 062 (130764 a) 0,3 mm oder 1301 z 063 (130765 a) 0,5 mm bei Punkt b (Bild 1 und 3) .
4. Hiernach ist der bei Punkt c entstandene Zwischenraum mitt eis Scheiben 1303 z 4 (130711 a) 0,2 mm, 1303 z 5 (130712 a) 0,3 mm oder 1303 z 6 (130749 a) 0,5 mm auszugleichen (Bild 3).
5. In den Kardangehäusedeckel 250 k 2 wird das Kugellager 10049 und die Manschettendichtung 6860 z 01 (332540) sowie der Nabenkörper 481 z 20 eingebaut (Bild 3).
6. Das Tellerrad 2090 z 010 (151146) wird mit der Schlitzmutter 1011 z 02 (130727 a) auf dem Nabenkörper 481 z 20 bei Verwendung der Haltevorrichtung ZWN 295 mit dem Schlüssel ZWN 238 befestigt. Die Sicherungsscheibe 1291 z 05 (130745a) unter der Schlitzmutter 1011 z 02 (130727 a) darf nicht vergessenwerden. Es ist noch besonders zu beachten, daß zwischen Druckpilz und Tellerrad Spiel vorhanden ist (Bild 2 und 3) .
7. Das auf der Fläche II des Tellerrades 2091 z 010 (151146) eingeätzte Maß bezeichnet den Abstand B zwischen dieser Fläche und der Mitte des Schaftritzels II a, welcher mit der Vorrichtung ZWN 371, wie aus Bild 2 ersichtlich ist, ermittelt und genauestens eingehalten werden muß. Unter die Vorrichtung muß die Dichtung gelegt werden. Der Abstand B wird mit dem Tiefenmaß einer Schublehre ermittelt. Außerdem ist zwischen Druckpilz und Tellerrad 0,2 mm Spiel einzustellen.
8. Das Maß wird eingestellt durch Beilegen von Ausgleichschei- ben 1301 z 04 (130739) 0,2 mm, 1301 z 05 (130741) 0,3 mm oder 1301 z 07 (130756) 0,5 mm bei Punkt d (Bild 3) .
9. Nach dem Zusammenschrauben des Hinterachsgehäuses 503 z 03 (130701 d) mit dem Kardangehäusedeckel 250 k 2 ist das axiale Spiel des Nabenkörpers 481 z 20 durch Beilegen von Ausgleich- scheiben 1301 z 09 (130757) 0,1 mm, 1301 z 010 (130758) 0,2mm oder 1301 z 8 0,5 mm bei Punkt e zu beseitigen (Bild 3).
10. Sollte bei Punkt e statt eines axialen Spieles ein axialer Druck vorhanden sein, so muß derselbe durch Beilegen von Dichtungen 1238 z 02 (130772) bei Punkt f beseitigt werden (Bild 3).
ZWN 571
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Bild 2
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Beim Einbau eines neuen Radlagerkörpers 481 z 20 muß unter Umständen, um ein Anlaufen zu verhindern, der Kardangehäusedeckel 250 k 2 bei Punkt g nachgedreht werden.
Beim Auswechseln der Flanschlagerdichtung ist auf den ursprünglichen Einbau der Ausgleichscheiben bei Punkt a,b,c zu achten.
Heil Hitler I „Zündapp“ Ges. für den
Bau von Specialmaschinen m. b. H.

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