Zusätzliche Informationen
| Typ | |
|---|---|
| Jahr | |
| Modelle | DE200, DL200, EM250, K200, K249, K400, K500, K800, OK200, S200, Z211, Z2G, Z300 |
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ZÜNDAPP MOTOPPÄDEP
12 JAHRE ZÜNDAPP •
Die alten Modelle
Die 1. Zündapp
wurde im Oktober 1921 fertiggestellt als getriebelose Maschine mit 211 ccm. Zweitaktmotor mit 2‘/4PS mit Riemenantrieb. Ein in Deutschland damals fehlender Typ.
Die 1000. Zündapp
wurde im Oktober 1922 fertig und unterschied sich von vorstehendem Modell nur durch ein kickstarterioses Zweiganggetriebe.
ZÜNDAPP K 249
Die 10000. Zündapp
verließ im November 1924 die Fabrikation und zwar mit 249 ccm Zweitaktmotor 3’/.2 PS, Dreigang-Kickstarter-Ge- triebe und Kettenantrieb ausgerüstet.
Die 25000. Zündapp
kam im Juni 1927 heraus. Es war das schon in große-‚ Serien hergestellte „Einheitsmodell“ mit 250 ccm Zweitaki’— motor 4‘/2 PS und Bremsnaben in Vorder- und Hinterrad.
Die 5Ü000. Zündapp
Anfang 1929 gebaut, mit 300 ccm Zweitaktmotor 8 PS, besaß den ersten, Zündapp patentierten, unzerbrechlichen Profilstahl-Rahmen und ebensolche Vordergabel.
ZÜNDAPP 5 200
Die 75000. Zündapp
wurde Ende 1929 fertig. Sie war mit einem 200 ccm Zweitaktmotor 6 PS in unzerbrechlichem Profil – Stahlrahmen eines der besten Steuer- und führerscheinfreien Modelle.
lOOooo MOTORRÄDER
Die neuen Modelle
Die Zündapp – Derby-Serie
Immer noch brauchen zahllose Fahrer ein kleines sparsames Motorrad, das zwar nicht mit Kardanantrieb und Vierganggetriebe ausgerüstet sein braucht, aber doch ein Fahrzeug sein soll, das dem angestrengtesten Dauerbetrieb standhält und dessen Preis möglichst niedrig liegt. Die 3 neuen Zündapp-Derby-Modelle, die nur in der elektrischen Ausrüstung (Zündung und Beleuchtung) verschieden sind, verwirklichen dieseWünsche restlos. Auch diese Maschinen haben den geschlossenen Aufbau des modernen Allwetterfahrzeugs, sind anspruchslos in der Pflege und lassen den Fahrer auch über längste Strecken und bei schlechtesten Straßenverhältnissen nicht im Stich. So wächst die Zündapp Derby in Aufbau und Leistung weit über ihre Preisklasse hinaus – sie ist auf lange Zeit hinaus modern und hat bleibenden Wert.
ZÜNDAPP DERBY
ZÜNDAPP DERBY-LUXUS
Die Zündapp-Kardan-Serie
Erstmals im Jahre 1933 brachte Zündapp – inzwischen zur modernsten Motorradfabrik der Welt geworden – eine Kardan-Serie heraus. Alle Zündapp – Kardanmodelle sind mit Viergang-Kettengetriebe ausgerüstet und verbinden dadurch die Vorteile des Ketten- mit denen des Kardanantriebs ohne die Nachteile der beiden Antriebsarten zu besitzen. Fünf verschiedene Kardanmodelle werden gebaut: Ein Einzylinder Zweitakter 200 ccm mit 6 PS — als neuestes Modell ein obengesteuerter EinzylinderViertakter 200 ccm mit 8,5 PS — zwei Zweizylinder Viertakter 400 ?md 500 ccm mit 10 bezw. 12,5 PS – ein Vierzylinder s^ertakter 800 ccm mit 20 PS Dauerleistung. Unsere Kardanmodelle haben in den schwierigsten Veranstaltungen dieses Jahres einzigartige Siege errungen und ihre Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit bewiesen, wie überhaupt die Zuverlässigkeit der Zündapp-Motorräder längst sprichwörtlich geworden ist. Die schwersten internationalen Dauerprüfungen der Nachkriegszeit wurden auf Zündapp gewonnen.
ZÜNDAPP KARDAN OK200
ZÜNDAPP KARDAN KÖOO
Die 100000. Zündapp
eine Kardan 500 verließ im September 1933 das laufende Band.
ZÜNDAPP KARDAN K4/500
jus der Geschichte der modernsten deutschen Motorrad-Fabrik
Die deutsche Motorrad-Industrie verdankt ihre Entwicklung den letzten 10 Jahren. Zwar wurdferr bereits vor dem Kriege qualitativ hochwertige Motorräder in Deutschland gebaut, aber – gehemmt von Staat und Behörden, die der jungen Industrie gleichgültig gegenüberstanden, konnte das Motorrad in Deutschland nicht die selbständige Fortentwicklung wie z. B. in England nehmen. Die Überlegenheit der englischen Industrie zeigte sich im Weltkrieg, der die deutsche Weiterentwicklung zum vorläufigen Stillstand brachte. Nach dem Kriege waren wir genau so weit wie 1914. Mit der Freigabe des Kraftverkehrs setzte zwar alsbald eine lebhafte Produktion ein, deren konstruktiver Wert jedoch in keinem Verhältn s zu ihrem Volumen stand. Es war zwar eine Mode geworden, irgendein Motorrad zu besitzen oder doch wenigstens das Tretfahrrad mit einem kleinen Flilfsmotor anzutreiben. Aber zwischen den großen, unmodernen Vorkriegsmaschinen und der Legion der Flilfsmotorräder klaffte eine empfindliche Lücke. Damals gelang es der Firma Zündapp G. m. b. Fl. in Nürnberg, diese Lücke durch einen Motorradtyp auszufüllen, der mit den übrigen Hilfsmotorrädern den billigen Preis und die einfache Handhabung gemeinsam hatte, dabei aber doch schon ein richtiges Motorrad war.
Die genannte Firma, unter dem Namen „Zünder- und Apparatebau – Gesellschaft m. b. H.“ im Jahre 1917 von dem Nürnberger Industriellen Fritz Neumeyer zusammen mit den Krupp-Werken gegründet, befaßte sich zunächst mit der Herstellung von Zeitzündern für die deutsche Heeresverwaltung. Die Gesellschaft ging nach der Umstellung auf Friedensarbeit im Jahre 1919 in den Alleinbesitz von Fritz Neumeyer über. Im Jahre 1921 brachte sie nach mannigfachen Versuchen das obenerwähnte Motorrad heraus, ein Zweitakter von 211 ccm Hubraum. Unter dem Namen „Zündapp Gesellschaft für den Bau von Specialmaschinen m. b. H.“ widmete sie sich von jetzt ab ausschließlich dem Bau von Motorrädern. Die ersten 2 Probemaschinen erhielten ihre Feuertaufe auf dem „Würgauer Bergrennen“, einer Veranstaltung, die schon damals klassischen Ruf genoß. Zündapp errang auf Anhieb den 1. und 2. Preis; der große Wurf war gelungen — ein guter Name erobert.
In der Folgezeit wurden die flinken, kleinen Zündapp-Motorräder unter dem Motto „Das Motorrad für Jedermann“ in ganz Deutschland berühmt. Die Produktionszahlen sprechen für sich. Die “ Maschine wurde im Dezember 1921, die 1000. im Oktober 1922 und die 10.000. im Novembts_,724
fertiggestellt. Noch heute kann man auf dem Lande viele von den damaligen Maschinen finden. Die Besitzer ließen sich noch nach Jahren die Ausgabe nicht verdrießen, die Maschinen durch Bezug eines 200 ccm Zylinders steuerfrei zu machen.
Mit dem Einheitsmodell von 250 ccm, das 1925 auf dem Plan kam, brachte das Werk den zweiten großen Schlager heraus, der in Zehntausenden von Maschinen auf dem Markt verbreitet wurde. Mit den äußeren Erfolgen hielt die innere Modernisierung Schritt, ln allen Werksabteilungen fanden die neuesten Methoden Eingang, die Fabrikation wurde Zug um Zug verbessert. Im Sommer 1928 kam es zum Bau einer neuen Fabrik am Rande der Stadt, die noch im Dezember des gleichen Jahres schlüsselfertig stand. Fast die gesamte Belegschaft arbeitete im Januar 1929 am Umzug der Maschinen und Einricfitungen, und im Februar verließ die erste Maschine das neue Fertigband. Zündapp war zur modernsten Motorradfabrik der Welt geworden.
Die darauffolgenden Krisenjahre vermochten nicht, die technische Weiterentwicklung zu unterbinden. Im Jahre 1932 machte das Werk riesenhafte Anstrengungen, um konstruktiv die Spitze zu gewinnen, nachdem es in den Jahren vorher den Ruf der absoluten Zuverlässigkeit erworben hatte.
Diese Anstrengungen waren von vollem Erfolg begleitet. Auf der Berliner Automobil- und Motorrad- Ausstellung 1933 wurden dem Publikum neue Modelle gezeigt, die einstimmig als Meisterwerke der Technik bezeicfinet wurden. Die Idee des modernen Motorrades fand in ihnen vollendeten Ausdruck.
In der Presse fielen Urteile wie das folgende: „………………………….Zündapp wartet mit einem Rekord-
Programm neuer Kardanmaschinen auf, die wohl das Schönste darstellen, was an Motorrädern bisher über unsere Landstraßen rollte.!“
Anfang September dieses Jahres wurde das 100000 ste Zündapp-Motorrad fertiggestellt. Jedes Zündaop-Motorrad ist ein rein deutsches Erzeugnis, es wird mit deutschem Kapital und von deutschen Arbeitshänden hergestellt. Die Werksleitung und alle Werksangehörigen blicken vertrauensvoll in eine Zukunft, die im Zeichen des modernen Kraftverkehrs stehen wird.
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