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Kundendienst-Na
chrichten
Betreff: Ke ge 1 r adge t r i e b e-Mon t a ge bei
Rundschreiben-Nr. 47
Zündapp-Motorrädern KS 600.
vom 24 . 5 . 39 .
Um unseren Herren Vertretern die Möglichkeit zu geben, Instandsetzungen am Kegelradgetriebe selbst in eigener Werkstatt vorzunehmen, geben wir nachstehend Anleitungen für die richtige Durchführung der vorkommenden Arbeiten.
Wir verwenden für unser Kegelradtriebwerk spiralverzahnte Räder. Es ist äußerst wichtig, daß die in diese Räder eingeätzten Einstellmaße genauestens eingehalten werden.
Die Einstellung ist nachzukontrollieren, wenn bei Vornahme irgendwelcher Arbeiten sich das Öffnen des Kegelradtriebwerkes nicht umgehen läßt.
Beim Einbau eines neuen Rädersatzes ist folgendes zu beachten:
1. Das Schaftritzel 2091 z 41 usw. wird in das Flanschlagergehäuse 483 z 07 unter Zuhilfenahme der Spezialwerkzeuge ZWN 237 b und ZWN 440 eingebaut. Die Rundmutter.1011 z 33 ist mittels der Scheibe 781 z 133 zu sichern.
Es ist besonders darauf zu achten, daß sich die Lauffläche des Mitnehmers 961 z 45 für die Dichtung 6860 z 06 in einwandfreiem Zustand befindet, da sonst eine Abdichtung an dieser Stelle nicht erreicht werden kann und das Kegelradgetriebe Öl verliert. Schadhafte Mitnehmer und Dichtungen sind unbedingt auszuwechseln.
Beim Ausbau des Schaftritzels 2091 z 41 sind die Spezialwerkzeuge ZWN 237 b und ZWN 441 zu verwenden . Das Rollenlager 10172 usw. ist mittels des Spezialwerkzeuges ZWN 505 abzuziehen. (Bild 1 und 3)
2. In den Ritzelkopf I des Schaf t- ritzels 2091 z 41 ist an der hinteren Stirnseite ein Maß eingeätzt. Dieses Maß gibt die Entfernung zwischen demPunkt g(Stirnseite des Rollenlagerinnenringes und der Tellerrad- Mitte I a an und muß unbedingt genauestens eingehalten werden. Die Entfernung von Punkt g zu Punkt h = A 1 , welche am zweckmäßigsten mit einemLoch-
taster ermittelt wird, beträgt A 1 = Entfernung A + Halbmesser der Bohrung D. Sind in dem Ritzelkopf I kein Maß, dagegen in das Tellerrad zwei Maße eingeätzt, so gibt das größere Maß die Entfernung A an. (Bild 1 und 3.)
3. Die Einstellung der Entfernung A geschieht durch Beilegen von Ausgleichscheiben 9781/0,1 – 0,3 mm bei Punkt a oder von Ausgleichscheiben 1301 z 061/0,2 mm, 1301 z 062/0,3 mm oder 1301 z 063/0,5 mm bei Punkt b . (Bild 1 und 3 . )
4. Hiernach ist der bei Punkt c entstandene Zwischenraum mittels Ausgleichscheiben 1303 z 4/0,2 mm, 1303 z 5/0,3 mm oder 1303 z 6/0,5 mm auszugleichen. (Bild 3. )
5. In den Qetriebegehäusedeckel 250 k 3 wird das Kugellager 10685 und die Manschettendichtung 6860 z 24 eingebaut. (Bild 3).
6. Das in die Stirnfläche II des
Tellerrades 2091 z 20 eingeätzte Maß bezeichnet die Entfernung Bz wi sehender Au flagefläche des Tellerrades auf dem Kugellager 10685 und der Mitte des Schaftritzels II a, welche mit demSpezialwerkzeugZWN371 ermittelt werden kann und ge- nauestens eingehalten werden muß. (Das unter Umständen in Ihrem Besitz befindliche Spezialwerkzeug ZWN 371 – alte Ausführung – kann nach Abänderung
(siehe Bild 2) auch für den Typ KS 600 verwendet werden. )
Bei Feststellung der Entfernung B, welche zweckmäßigerweise mit dem Tiefenmaß einer Schublehre ermittelt wird , muß zwischen Kegelradgetriebe-Gehäusedeckel 250 k3 und dem SpezialWerkzeug ZWN 371 die Dichtung 468 z 09/0,2 mm oder 468 z 010/0,1 mm beigelegt werden. (Bild 2 und 3.)
7. Die Entfernung B wird durch Beilegen von Ausgleichscheiben 1301 z 132/0,1 mm, 1301 z 133/0,2 mm, 1301 z 134/0,3 mm oder 1301 z 135/0,5 mm zwischen Kugellager 10685 und Tellerrad 2091 z 20 bei Punkt d bestimmt. (Bild 2 und 3.)
8. Nach Einsetzen des Hinterradnabenkörpers 481 z 34 ist das Tellerrad 2091 z 20 unter Verwendung der Sicherungsscheibe 1291 z 25 und der Schlitzmutter 1011 z 29 auf dem Hinterradnaben- körper481 z 34 unter Zuhil f enahme der Spezialwerkzeuge ZWN 295 und ZWN 442 festzuziehen. Außerdem ist zwischen Druckpilz 1284 z 02 und Tellerrad 2091 z 20 ein Spiel von maximal 0,2 mm einzustellen. (Bild 3.)
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Bild 2
9. Nachdem Zusammen schrauben des Kegelradgetriebegehäuses 508 z 5 mit dem Kegelradgetriebe-Gehäusedeckel 250 k 3 ist das axiale Spiel des Nabenkörpers 481 z 34 durch Beilegen der Ausgleichscheiben 1301 z 132 / 0 , 1 mm , 1301 z 133/0,2 mm, 1301 z 134/0,3 mm oder 1301 z 135/0,5 mm bei Punkt e zu beseitigen. (Bild 3. )
10.Sollte bei Punkt e statt eines axialen Spieles ein axialer Druck vorhanden sein, so muß derselbe durch Beilegen von Dichtungen 1238 z 3 bei Punkt f beseitigt werden. (Bild 3. )
Beim Auswechseln der Flanschlagerdichtung 6860 z 06 ist bei Herausnahme des Flanschlagergehäuses 483 z 07 mit Ritzel usw. das Kegelradgetriebe -um ein Herausfallen der Lagernadeln des Lagers 6840 z 8 zu vermeiden – so zu stellen, daß das Flanschlagergehäuse 483 z 07 nach oben zeigt. Beim Zusammenbau müssen die ursprünglich eingebauten Ausgleichscheiben bei den Punkten a, b und c wieder beigelegt werden.
Heil Hitler!
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