Rundschreiben

Rundschreiben 304

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ZÜNDAPP Specialmaschinen m. b. H. NÜRNBERG
Rundschreiben Nr, 304 Nürnberg, den 22. September 1933
Diese Tatsache beweist zweifellos am eindeutigsten, welchen gewaltigen Anteil „Zündapp“ heute am Motorradmarkt hat
Die einfache Zahl „100000“ gibt indessen kaum einen Begriff davon, wie groß der Einsatz an Unternehmungslust, Opferfreudigkeit und Kleinarbeit war, um eine derartige Entwicklung überhaupt zu ermöglichen. Man darf nicht vergessen, daß diese Epoche schwere Krisen, Inflation und Deflation und nicht zuletzt auch politische Störungen heimsuchten, sodaß nur größte Ausdauer und vor allem der Wille, am Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft teilzuhaben, diese Hemmungen überwinden konnten.
Es kamen dann aber auch wieder bessere Zeiten — ja die Jahre 1928,29 brachten ungeheures Anwachsen des Konsums — sodaß wir am 1. Februar 1929 ein neues Werk eröffnen konnten, das jetzt als Spezialfabrik für Motorraderzeugung im In- und Ausland als vorbildlich bekannt ist.
An unsere Herren Mitarbeiter!
Als die „Zündapp“ im Dezember 1921 ihre ersten Motorräder auf den Markt brachte, ließ sich bei den damaligen unruhigen Zeiten auch nicht annähernd übersehen, welchen machtvollen Aufschwung dieser Industriezweig in einer verhältnismäßig so kurzen Zeitspanne nehmen würde.
Die Einrichtungen dieses nach modernsten Methoden arbeitenden neuen Werkes ermöglichten uns auch den Ausbau unseres Fabrikations- und Verkaufsprogramms in ernster und planmäßiger Arbeit, sodaß wir heute mit Fug und Recht behaupten können, die soeben vom Band gekommene lOOOOOste Zündapp-Maschine entstammt einem Programm, welches in fortschrittlichster Konstruktion, in formschönem Äußern und in erstklassiger Qualität das Beste auf dem derzeitigen Motorradmarkt darstellt.
Die beifolgende Jubiläumsschrift, betitelt;
kann den ganzen Entwicklungsgang von der ersten kleinen Zündapp bis zur heutigen mustergültigen Kardan-Maschine nur in ganz gedrängter Form zum Ausdruck bringen. Was hier geschaffen wurde, verdanken wir nicht nur der unbeugsamen eigenen Triebkraft, sondern ein Hauptverdienst gebührt auch unseren verehrten Mitarbeitern durch das Vertrauen, das uns immer in so reichem Maße entgegengebracht wurde, und die Treue, mit der sie uns beim Vertrieb unserer Erzeugnisse in aller Welt zur Seite standen. Rückblickend möchten wir daher an diesem Markstein in der Zündapp-Geschichte, der uns alle mit Stolz und Freude erfüllt, nicht vergessen, Ihnen allen, die Sie uns mehr oder weniger nahe stehen, für Ihre Mitarbeit herzlichst zu danken und Sie zu bitten, uns auch weiterhin die Treue zu halten.
Sie dürfen überzeugt sein, daß uns das erreichte Ziel erst recht anspornt, rastlos an der Weiterbildung unseres Verkaufsprogramms zu Nutz und Frommen aller unserer Geschäftsfreunde zu arbeiten, sodaß auch Ihr Entschluß, sich mit erhöhter Begeisterung für den Zündapp-Vertrieb einzusetzen, unbedingt von Erfolg gekrönt sein wird, ln diesem Sinne verbleiben wir unter der Devise:
„Mit Zündapp — der Erfolg
mit deutschem Gruß wie bisher
Ihre
„ZÜNDAPP“
Ges. für den Bau von Specialmaschinen m. b. H.
Anlagen:
1 Jubiläumsschrift 1 Sammelprospekt 1 Pressenotiz „Lieferwagen“
Die nadisfeliezide 2V©ffe
/’s£ so interessant und auch für Sie so wichtig, daß wir Ihnen dringend empfehlen möchten, damit zu der Zeitung, die an ihrem Wohnsitz am meisten gelesen wird, zu gehen und diese zu bitten, sie im redaktionellen Teil zu veröffentlichen.
Nürnberg, 13. September 1933.
ZÜNDAPP
Ges. für den Bau von Specialmaschinen m. b. H.
Hier abtrennen!
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Zündapp bringt einen neuen Vierrad – Kieinlieferwagen.
Zündapp bring! nach langen Versuchen und härtesten Zerreißproben Ende Oktober einen neuen, kleinen 400 ccm Vierrad-Lieferwagen serienmäßig auf den Markt, der in Leistung, Ausführung und Preis Vollkommenes darstellf. Mit dem bewährten 400 ccm gegenläufigen, wassergekühlten Zündapp-Mofor schafft dieser kleine, robuste Wagen alles. Sein Dreigang-Getriebe mit Rückwärtsgang hält dem härtesten Dauerbetrieb stand. Da der Wagen Kardan – Antrieb zum Hinterrad hat, braucht er die denkbar geringste Pflege und Wartung. Die große Ladebrücke macht dieses Fahrzeug für jeden Betrieb wirtschaftlich. Das Schwingachsfahrgestell schont das Fördergut. Dabei kann dieser SchneliieferWagen mit dem Motorrad-Fü hrerschein gefahren werden. Das fabelhafte Aussehen, die hohe Leistung und Zuverlässigkeit werden dem neuen Leichtlastfahrzeug begeisterte Anhänger und Freunde gewinnen.

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