Rundschreiben Nr. 252
ZÜNDAPP G. M. B. H. NÜRNBERG 21 März 1931
Betrifft :
Zeitungsreklame 1931.
Wir schätzen Sie im Besitz unseres Rundschreibens Nr. 246, mit dem wir Ihnen einen Anzeigen- Musterbogen sowie einen Fragebogen übersandt haben. Den Fragebogen erbitten wir ausgefüllt zurück, soweit dies nicht schon geschehen ist, wenn Sie sich an der von uns vorgeschlagenen Frühjahrsreklame beteiligen wollen.
Die Bedingungen für diese Gemeinschaftsreklame sind auf der Rückseite des Rundschreibens Nr. 246 abgedruckt und wir wiederholen davon im wesentlichen folgendes:
1. Wir können nur die Hälfte der Kosten für die auf den Anzeigen-Musterbogen I und la abgedruckten größeren Anzeigen übernehmen. Falls Sie aber die kleinen Anzeigen von den Musterbogen II und Ha verwenden wollen, müssen Sie die Kosten für diese ganz tragen. Die Druckunterlagen für alle Anzeigen stellen wir Ihnen unentgeltlich zur Verfügung.
2. Den Anzeigen – Auftrag müssen Sie selbst erteilen, sodaß also auch die Rechnung auf Ihren Namen ausgestellt und von Ihnen bezahlt werden muß.
3. Unsere Anzeigen-Entwürfe dürfen nicht abgeändert werden, sondern nur durch Ihre Firmenbezeichnung ergänzt werden. Falls Sie noch andere Erzeugnisse mit anbieten, können wir uns an den Kosten für die Anzeigen nicht beteiligen.
4. Wenn Sie an der Gemeinschaftsreklame teilnehmen wollen, dann muß uns der in Ihren Händen befindliche Fragebogen entsprechend ausgefüllt eingesandt werden. Bei der Ausfüllung des Fragebogens wollen Sie jedoch ganz besonders darauf achten, daß Ihnen der Verlag Ihrer Zeitung auch bestimmt den billigen Ortstarif einräumt. Darauf haben Sie als ortsansässiger Inserent unbedingt Anspruch, weil ja Sie der Auftraggeber sind.
5. Unseren zugesagten 50°/o igen Anteil an den Anzeigen laut Musterbogen I und Ia schreiben wir Ihnen gut, sobald uns von Ihnen Belegexemplare und die bereits bezahlte Rechnung vorliegen.
Als Fortsetzung der ersten Anzeigen-Serie bringen wir den beiliegenden Anzeigen-Musterbogen Ia und Ha. Auch für diese Anzeigen gelten die gleichen Bedingungen und wir erbitten Ihre Mitteilung, ob und welche Matern oder Klischees wir Ihnen zusenden sollen.
Um jeden Irrtum auszuschliefjen, bemerken wir zum Schluß noch, daf} wir uns nur an den Kosten für die Anzeigen Nr. 1, 2 und 3 gemäfy Musterbogen I und für die Anzeigen Nr. 10 und 11 gemäfj Musterbogen Ia mit 50°/n betei« iigen. Aiie übrigen kleinen Anzeigen müssen, falls Sie solche erscheinen lassen, ganz zu Ihren Lasten gehen.
Wir sehen nunmehr Ihrer Rüdeäußerung, evtl, der Einsendung des ausgefüllten Fragebogens gern umgehend entgegen und empfehlen uns Ihnen
1 Anzeigen-Musterbogen.
hochachtungsvoll
ZÜNDAPP O. m. b. H.