Rundschreiben

Rundschreiben 319

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ZONDAPP
Ges. für den Bau von
Rundschreiben Nr. 319
NÜRNBERG
Speci a I m a sch i nen m. b. H.
Nürnberg, den 4. Sepf. 1934
An unsere Herren Vertreter!
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Als gewaltigste Heerschau des europäischen Motorradsportes stellte die „XVI. Internationale Sechs- tage-Fahrt“ an Fahrer und Maschinen höchste Anforderungen, die in diesem Jahr noch erheblich vergrößert wurden durch das besonders unwegsame und schwierige Gelände, noch mehr aber durch die außerordentlich ungünstige Witterung. Die schwindelerregenden Hangstrecken, steilen Geröllhalden und Anhänge, kurvigen Wald- und Wiesenwege waren durch dauernde Regengüsse in zähen, grundlosen Morast verwandelt und zwangen die Fahrer, das Letzte an Energie, Fahrtechnik undWider- standskraft einzusetzen, die Maschinen, das Letzte an Leistung und Ausdauer herzugeben. Damit wuchsen die Leistungen von Mensch und Maschine ins Gigantische.
Es war kein Wunder, wenn von Tag zu Tag die Ausfälle sich mehrten und bei Beendigung der Fahrt von 209 gestarteten Motorradspezialisten aus 9 Ländern nur noch 131 übriggeblieben sind.
Unter den 96 „Strafpunktfreien“ waren es u. a. auch die vielfach kampferprobten „Zündapp-Fahrer“, die diesen gewaltigen Strapazen zum Trotz jeden Tag von neuem den Kampf aufnahmen und unter Einsatz ihrer Gesundheit und ihres Lebens schließlich doch den Erfolg an sich fesselten. Mit besonderer Freude erfüllt es uns, daß sich in dem Ergebnis der soeben beendeten Veranstaltung wiederum nicht nur der Wagemut, die Opferfreudigkeit und die hervorragende Fahrroutine dieser Zündapp- Fahrer widerspiegeln, sondern auch erneut die unbedingte Zuverlässigkeit und das gewaltige Leistungsvermögen der Zündapp-Motorräder.1
Dieses ideale Zusammenwirken von fähigen Fahrern und robusten Rädern wurde durch die Verleihung von
1. 1 Mannschaftspreis (Große goldene Medaille der F. I. C. M.)
errungen von den Herren Julius von Krohn-Berlin, O. Baylon und I. Storck-Nürnberg als Fabrikmannschaft,
2. 8 Goldenen Medaillen
errungen von den Herren O. Baylon und I. Storck-Nürnberg, P. Bütow, K. Aßmann und K. Krüger vom Kraftfahr-Versuchsstab der Reichswehr Berlin, alle auf Zündapp-Kardan 800 solo, I. Linner- München auf Zündapp S 500 solo und Frau Lore Stösser-München, sowie Julius von Krohn-Berlin auf Zündapp-Kardan 800 mit Seitenwagen,
3. 1 Silbernen Medaille
errungen von Herrn E. Sauer-Hamburg auf Zündapp-Kardan 800 solo.
denn auch schließlich belohnt.
Alles Nähere ersehen Sie aus dem Fensteraushang, den wir Ihnen gleichzeitig zugehen lassen.
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Damit haben wir auch bei den größten, motorsportlichen Veranstaltungen dieses Jahres die Qualität und unbedingte Zuverlässigkeit unserer Motorräder schlagend unter Beweis gestellt.
Säumen Sie deshalb in Ihrem eigenen Interesse nicht, sich die Zündappvertretung auch für das Verkaufsjahr 1934/35 zu sichern. Unser neues Motorradprogramm bietet Ihnen] nicht nur in den bisherigen, bewährten Modellen sehr gute Verdienstchancen,
sondern wir geben Ihnen durch verschiedene neue, zugkräftige Zündapp-Modelle, die für 1935 in Vorbereitung sind, die Möglichkeit, dazu noch weitere Kreise von Motorradinteressenten zu erfassen.
sich somit durch unser führendes, vielgestaltiges Programm 1934/35 eine Spitzenstelle im Motorradverkauf zu sichern.
Unsere Reiseinspektoren werden Sie dieserhalb in den nächsten Wochen besuchen und alle Fragen, die mit dem Vertrieb unserer Maschinen für des kommende Verkaufsjahr 1934/35 Zusammenhängen, im einzelnen mit Ihnen besprechen.
Wir sind überzeugt, daß diese Besprechung auch für Sie von sehr großem Nutzen sein wird und bitten Sie deshalb, Ihre Entscheidungen bis dahin freundlichst zurückzustellen.
Bei dieser Gelegenheit übersenden wir Ihnen beifolgend noch :
1. Auszug aus den internationalen Motorrad-Sportgesefzen der Federation Internationale des Clubs Motocyclistes gemäß Beschluß vom 27. März 1926 und
2. Auszug aus der zweiten Bekanntmachung des Werberats der deutschen Wirtschaft vom 1. November 1933
mit der Bitte, die bestehenden Vorschriften bei der Werbung zu beherzigen.
Mit deutschem Gruß
Zü ndapp
Ges. für den Bau von Specialmaschinen m. b. H.
Anlagen:
2 Auszüge 1 Fensteraushang 1 Presse-Information.
A
Auszug,
aus dec zweiten ^Bekanntmachung des Weckecats der deutschen Wirtschaft uam 1. Umemkec 1933.
II. Richtlinien
nach denen Wirtschaftswerbung ausgeführt und gestaltet werden soll:
6. Im Rahmen der bestehenden gesetzlichen Vorschriften und der vom Werberat erlassenen Richtlinien und Bestimmungen ist jeder in der Ausübung und Gestaltung seiner Werbetätigkeit frei.
Die Werbung hat in Gesinnung und Ausdruck deutsch zu sein. Sie darf das sittliche Empfinden des deutschen Volkes, insbesondere sein religiöses, vaterländisches und politisches Fühlen und Wollen, nicht verletzen.
Die Werbung soll geschmackvoll und entsprechend gestaltet sein. Verunstaltungen von Bauwerken, Ortschaften und Landschaften müssen unterbleiben.
Wer Wirtschaftswerbung ausführt, hat dabei als ehrbarer Kaufmann zu handeln. Alle Angaben müssen wahr und klar sein und die Möglichkeit einer Irreführung vermeiden. Die Werbung darf nicht amtlichen Zeichen und Formen (z. B. Hoheitszeichen, Banknoten, Verkehrszeichen oder behördlichen Verlautbarungen) nachgebildet sein. Sie darf weiter nicht in marktschreierischer Weise oder durch Übertreibung verlocken, sondern soll in sachlicher Beweisführung die Vorteile der eigenen Leistung hervorheben; der Wettbewerber darf nicht herabgesetzt werden.
Nicht statthaft ist ferner eine mißbräuchliche Verquickung der Werbung mit der wirtschaftlichen und obrigkeitlichen Tätigkeit staatlicher und kommunaler Stellen und öffentlich- rechtlicher Körperschaften.
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Auszug,
aus den JntecaaäanaCea jHataccad=Sßactgeset

Zusätzliche Informationen

Typ

Jahr

Modelle

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