EINE
ERSTAUNLICHE LEISTUNG
DER KLEINEN ZÜ N DAPP-M ASCH I N E
Auf dem Stilfser Joch
Mitte September traten einige Mailänder Sportsleute mit 4 normalen Zündapp- Serienmaschinen 250 ccm, von denen eine mit Beiwagen ausgerüstet war, auf Grund einer Wette eine auf 3 Tage bemessene Fahrt in den schwierigsten Teil der Hochalpen an. Es galt unter anderm das Stilfser-Joch (2760 m), den höchsten fahrbaren Pass Europas, zu erklimmen, der nur etwa 2 . Monate im Jahr schnee- frf=»i jQT nie Fahrt führt6 von Mailand über Lecco-Vallsassina-Bellano-Colico- Sondrio-Stilfser Joch- Meran – Bozen- Mendel-Pass (1370 m) – Cles – Tonale- Pass (1420 m) -Iseo-See-Bergamo und zurück nach Mailand. Der Gesamt-Höhen- Unterschied, der auf dieser Fahrt zu überwinden war, betrug rund 8000 m. Die gestellte Prüfung wurde von sämtlichen Maschinen glänzend bestanden und somit ein neuer Beweis dafür erbracht, daß eine gut durchkonstruierte kleine 250 ccm Zweitakt-Maschine in Bezug auf ihre Leistung selbst ganz außergewöhnlich hohen Ansprüchen vollauf genügt.
Der Ortler-Gletscher
Das Denkmal auf dem Stilfser Joch
Abfahrt vom Stilfser Joch
Aufstieg zum Mendelpaß
Passo Tonale
Heimkehr
Ortler-Gruppe
P. del Piavolo
V
Die Vorteile des elastischen Motors
liegen in der Hauptsache darin, daß er zur Entfaltung seiner Höchstleistung nur ganz kurze Anlaufwege benötigt und infolge der großen Kraftreserve, Steigungsunterschiede im direkten Gang leicht und rasch überwindet. Man braucht also nicht oft zu schalten und schont dadurch Motor und Getriebe. Es lassen sich mit dem elastischen Motor verhältnismäßig sehr hohe Reisegeschwindigkeiten erreichen, denn er kommt nach dem Verlassen der auf unseren Landstraßen so häufigen Kurven und Ortschaften, die jedesmal zum abstoppen zwingen, sofort wieder auf seine höchste Tourenzahl und Leistung. Der untrüglichste Prüfstein für die Elastizität des Motors ist der Seitenwagenbetrieb. Die Fahrt aufs Stilfser Joch stellt aber lediglich eine Gewaltprobe dar, die den Beweis für die Güte unseres Motors und die Richtigkeit unserer Konstruktions-Tendenzen erbringt. Wir bauen keine Seitenwagen-Maschinen, weil wir die unsymetrische Anordnung nicht für so günstig halten wie die symetrische.
„“Dagegen nützen wir die Leistungsfähigkeit unseres Motors in unserer symetrischen Lieferwagen-Konstruktion sehr wohl aus und bei der Solo-Maschine, in die der gleiche Motor eingebaut wird, ist dieser Überschuß an Kraft für strapaziöse Dauerfahrten sehr wertvoll. Ein gut gepflegtes Zündapprad wird seinen Besitzer nie im Stich lassen, wenn es ab und zu einmal gilt, Leistungen zu vollbringen, die das Maß der normalen Beanspruchung überschreiten.
ZÜNDAPP
GES. M. B. H.
NÜRNBERG
BERLIN
KÖLN
MÜNCHEN